DHL Shipping

Carrierspezifische Einrichtung für DHL Shipping in Shipping Labels.

Zweck

Diese Seite beschreibt die DHL-Shipping-Einrichtung in Shipping Labels. Sie umfasst nationale Paketszenarien, Rücksendelabels, SOAP- und REST-Zugangsdaten, Teilnahmenummern, Druckformat, detaillierte Anfrageeigenschaften und optional die Behandlung internationaler Retouren.

Voraussetzungen

  • Die gemeinsame Shipping-Labels-Einrichtung ist abgeschlossen.
  • Die erforderlichen DHL-Shipping-Zugangsdaten und URLs liegen für die Zielumgebung vor.
  • Die Länderdaten enthalten die benötigten ISO-Alpha-3-Werte für REST-basierte Szenarien.
  • Standard-Absenderkontaktdaten und Paketdaten sind verfügbar.

Empfohlene Reihenfolge

  1. Entscheiden Sie, ob der Rollout direkt mit REST-Zugangsdaten starten soll.
  2. Pflegen Sie die erforderlichen URL-Einträge für Test- oder Produktivbetrieb.
  3. Pflegen Sie Zugangsdaten, Teilnahmenummer, Standard-Absender-E-Mail und Druckformat.
  4. Konfigurieren Sie Anfrageeigenschaften wie Rücksendelabel, Validierung, Versicherung und Benachrichtigungsverhalten.
  5. Ergänzen Sie internationale Retoureneinstellungen nur für Standorte und Produkte, die diese tatsächlich unterstützen.

Einrichtungsbausteine

REST bevorzugen und SOAP nur als Kompatibilitätsfall beibehalten

DHL Shipping umfasst derzeit ältere SOAP-orientierte Werte und neuere REST-Zugänge. Für die öffentliche Dokumentation ist die sicherste Regel, REST-Zugangsdaten von Anfang an zu bevorzugen, sobald das Carrier-Konto dies unterstützt.

Die Einrichtung kann enthalten:

  • REST-API-Benutzername, Passwort, Schlüssel und REST-URL
  • ältere SOAP-orientierte Werte wie CIS EKP, Signatur, Benutzer und SOAP-URL
  • Teilnahmenummern und zusätzliche Anfrageeigenschaften auf der Carrier-Einrichtung

Im Testbetrieb gehören Test Cis EKP, Test Cis Signature, Test Cis User und Test URL SOAP zum älteren SOAP-Pfad. Der bevorzugte REST-Pfad verwendet stattdessen API Username, API Password, API Key und Test URL REST.

Sobald REST-Zugangsdaten vollständig sind, haben sie Vorrang vor SOAP-Werten.

Trennen Sie diese Zugangsgruppen auch operativ sauber:

  • Nutzen Sie REST-Zugangsdaten als bevorzugten Zielzustand für neue Rollouts.
  • Halten Sie SOAP-Zugangsdaten nur für ältere Kontokonstellationen vor, die sie weiterhin benötigen.
  • Pflegen Sie den benötigten Test- oder Produktivendpunkt zuerst in Shipping Label URL, bevor Sie ihn der DHL-Shipping-Einrichtung zuordnen.
  • Wenn auf der Einrichtung eine Standard-Absender-E-Mail gepflegt ist, dient sie als Fallback, falls die Kunden-E-Mail im Verkaufsauftrag fehlt.

Im Go-live bleibt die Trennung gleich: Cis EKP, Cis Signature, Cis User und URL SOAP gehören zum älteren SOAP-Modell, während API Username, API Password, API Key Live und URL REST den bevorzugten REST-Zugang bilden. Für produktive REST-Szenarien entsprechen API Username und API Password typischerweise den Zugangsdaten des DHL-Kundenportals.

Sobald die REST-Zugangsdaten vollständig sind, steuern ältere SOAP-bezogene Hilfswerte den operativen Anfragefluss nicht mehr.

Sobald der REST-Pfad vollständig gepflegt ist, wird auch die Einstellung Skip Address Validation relevant. Prüfen Sie deshalb bewusst, ob neue Adressen streng validiert oder pragmatischer zugelassen werden sollen.

Druck-, Retouren- und Anfrageeigenschaften als fachliche Entscheidung pflegen

Die DHL-Shipping-Einrichtung enthält mehr Anfrageeigenschaften als viele andere Carrier. Relevante Beispiele sind Druckformat, Premiumversand, Versicherung, Teillieferung, Adressvalidierung, Exportdokumente, GoGreen-Teilnahme, Produktcodes für Hin- und Rückweg sowie Multi-Package-Verhalten.

Diese Felder sollten nicht mechanisch gefüllt werden. Pflegen Sie nur die Eigenschaften, die das tatsächliche DHL-Shipping-Szenario fachlich benötigt.

Für den operativen Einsatz sind einige dieser Felder besonders erklärungsbedürftig:

  • Die Teilnahmenummer dient nicht nur als weiterer Identifikator, sondern häufig auch zur Trennung unterschiedlicher Versandkostenarten unter derselben DHL-Kundennummer.
  • Versicherung erfordert im aktivierten Fall auch eine sinnvolle Versicherungssumme.
  • Exportdokumente und eine aussagekräftige Warenbeschreibung werden vor allem für internationale Ziele außerhalb der EU relevant.
  • Ansprechpartner und E-Mail-Adresse sind nicht nur Stammdaten, sondern Grundlage für Benachrichtigungen und Rückfragen im Zustellprozess.
  • Produktcode und Rücksendecode sollten ausschließlich mit den vertraglich freigegebenen DHL-Werten gepflegt werden.
  • Das Druckformat sollte zum realen Ausgabeszenario passen; A4 ist der typische Standard, aber nicht immer der praktisch richtige Zielwert.
  • Eine strenge Adressvalidierung kann auch tatsächlich gültige neue Adressen ablehnen, wenn diese im DHL-Datenbestand noch nicht vollständig bekannt sind.

Einige Felder rund um den Typ des Rücksendelabels stammen noch aus dem SOAP-Modell und sollten nur dort gepflegt werden, wo dieses Modell vertraglich oder technisch weiterhin benötigt wird.

Rücksendelabels und internationale Retouren explizit konfigurieren

Rücksendelabels und internationale Retourenszenarien erfordern eine bewusste Aktivierung. Ergänzen Sie neben dem Rücksendeschalter auch die retourenbezogene Produktausprägung und die benötigten Receiver-IDs für teilnehmende Standorte, wenn internationale Retouren verwendet werden.

Nicht jede Standort- und Produktkombination unterstützt internationale Retouren. Dokumentieren Sie dies daher nicht als allgemeinen Standardfall.

Für internationale Retouren empfiehlt sich diese kontrollierte Reihenfolge:

  1. Wechseln Sie in den unteren Abschnitt für internationale Retouren auf der DHL-Shipping-Einrichtung.
  2. Aktivieren Sie International Return Shipment nur für vertraglich unterstützte Szenarien.
  3. Pflegen Sie die allgemeine Receiver-ID aus dem DHL-Business-Portal und ordnen Sie den passenden Live- oder Test-Endpunkt zu.
  4. Öffnen Sie Countries/Regions und pflegen Sie dort die Receiver-IDs der konkret teilnehmenden Standorte.

Die allgemeine Receiver-ID dient als Default. Länderspezifische Receiver-IDs in Countries/Regions übersteuern diesen Standard für die jeweils teilnehmenden Standorte.

Wenn das Empfängerland oder der Standort nicht an DHL Parcel DE Returns teilnimmt, aktivieren Sie dieses Szenario für den entsprechenden Ablauf nicht.

Bekannte DHL-spezifische Fehlermuster beachten

Mehrere DHL-Shipping-spezifische Risiken sollten gezielt geprüft werden:

  • REST sollte bevorzugt werden, weil SOAP schrittweise abgelöst wird.
  • DHL kann im Test eine irreführende Fehlermeldung zur Rechnungsnummer zurückgeben, obwohl tatsächlich die CIS EKP ungültig ist.
  • Eine zu strenge Adressvalidierung kann auch echte neue Adressen ablehnen.
  • Einige Rücksendelabel-Kombinationen sind fachlich eingeschränkt.
Process Wichtige DHL-Shipping-Hinweise Diese Prüfungen halten die DHL-Shipping-Einrichtung konsistent zum unterstützten Zugangs- und Anfragemodell.
  • Bevorzugen Sie nach Möglichkeit REST-Zugangsdaten und REST-URLs.
  • Pflegen Sie ISO-Alpha-3-Länderdaten, bevor Sie REST-basierte Szenarien testen.
  • Behandeln Sie Teilnahmenummer, Druckformat und Retoureneinstellungen als produktive Fachparameter und nicht als optionale Kosmetik.
  • Prüfen Sie irreführende Testfehler zur Rechnungsnummer immer auch gegen die CIS EKP.
  • Ergänzen Sie internationale Retouren nur dort, wo Standort- und Produkteinrichtung dies ausdrücklich unterstützt.