Überblick
Zweck
Master Data Management unterstützt Sie dabei, Daten aus einem führenden Unternehmen geordnet in andere Unternehmen zu übernehmen, dafür klare Regeln festzulegen und Unterschiede gezielt zu prüfen. Das Modul ist besonders hilfreich, wenn mehrere Unternehmen mit denselben Stammdaten arbeiten und Änderungen nicht in jedem Unternehmen einzeln nachgepflegt werden sollen.
Typischer Anwendungsfall
Ein Unternehmen pflegt bestimmte Stammdaten zuerst an einer zentralen Stelle. Diese Daten sollen anschließend auch in weiteren Unternehmen verfügbar sein. Dabei soll aber nicht alles ungeprüft übernommen werden. MDM hilft Ihnen dabei, festzulegen, welche Daten übernommen werden, welche Ausnahmen gelten und wie Sie Abweichungen später prüfen.
Womit neue Anwender beginnen sollten
Wenn Sie MDM zum ersten Mal nutzen, beantworten Sie zuerst drei einfache Fragen:
- Aus welchem Unternehmen sollen die führenden Daten kommen?
- In welche anderen Unternehmen sollen diese Daten übernommen werden?
- Welche Daten sollen bewusst nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen übernommen werden?
Mit diesen drei Fragen verstehen Sie den Grundgedanken von MDM bereits deutlich leichter. Danach helfen Ihnen Glossar, Einrichtung und Stammdatenpflege beim strukturierten Einstieg.
Fachlicher Nutzen
- Reduziert manuelle Abstimmung, weil Relationen und Regeln zentral gepflegt werden.
- Schafft Transparenz darüber, welche Daten zwischen Quell- und Zielkontexten zusammengehören.
- Unterstützt eine kontrollierte Verarbeitung durch Abhängigkeiten, Ausschlüsse und Substitutionen.
- Macht Abweichungen mit Konsistenzprüfungen und Prüfeinträgen früh sichtbar.
Inhaltlicher Fokus
Relationen zwischen Quell- und Zielunternehmen
MDM arbeitet mit einer klaren Zuordnung zwischen Quell- und Zielkontexten. Dadurch wird festgelegt, welche Tabellen, Felder und Datenbeziehungen fachlich zusammengehören und in welchem organisatorischen Rahmen sie geprüft oder verarbeitet werden.
Regeln statt isolierter Einzelpflege
Die Lösung kombiniert Relationen mit Strukturdefinitionen, Abhängigkeiten, Ausschlüssen, Filtern für die Datensatzverteilung und Ersetzungen. So lassen sich Datenvorgaben wiederverwendbar beschreiben, anstatt einzelne Sonderfälle immer wieder manuell nachzupflegen.
DSR für gesteuerte Datensatzverteilung
Mit DSR steuern verantwortliche Anwender zusätzlich, welche einzelnen Datensätze je Datenbeziehung und Zielunternehmen übernommen werden sollen. DSR-Filter und Verteilungsmatrix helfen dabei, Ausschlussregeln sichtbar zu machen, bestehende Entscheidungen zu prüfen und diese bei Bedarf im laufenden Betrieb nachzuschärfen.
Nachvollziehbarkeit über Prüfungen
Konsistenzprüfungen helfen Ihnen zu erkennen, ob Datensätze oder Feldwerte im Zielkontext dem erwarteten Stand entsprechen. Dadurch erhalten Fachbereiche eine belastbare Grundlage für Korrekturen, Nacharbeit und Freigaben.
Einstieg über Startbereich und Profil
Ein geeignetes MDM-Profil verwendet einen zentralen Startbereich für MDM. Dort werden Aktivitäten, Datenbeziehungen und Folgeaktionen gebündelt, damit Anwender die wichtigsten Arbeitsbereiche ohne lange Navigation erreichen.
Datenbeziehung als zentrales Steuerungsobjekt
Die MDM-Relation ist der fachliche Ausgangspunkt für die Arbeit mit Quell- und Zielunternehmen. In ihr werden Datenbereich, Unternehmenskontext und wesentliche Regeln so zusammengeführt, dass spätere Prüfungen und Verarbeitungen auf derselben Grundlage arbeiten.
Aufbau, Abhängigkeiten und Ausschlüsse
Die Relationsstruktur beschreibt, wie Felder und Zusammenhänge innerhalb einer Relation organisiert sind. Abhängigkeiten steuern, wann Informationen gemeinsam betrachtet werden müssen, während Ausschlüsse bewusst festlegen, welche Inhalte von der Verarbeitung oder Prüfung ausgenommen bleiben.
Substitutionen für abgeleitete Zielwerte
Substitutionen definieren, wie Zielwerte ersetzt oder abgeleitet werden. Dadurch kann MDM fachliche Unterschiede zwischen Quell- und Zielkontext kontrolliert abbilden, ohne dass dieselbe Anpassung immer wieder manuell vorgenommen werden muss.
Empfohlene Reihenfolge für neue Anwender
- Lesen Sie zuerst den Überblick, um Zweck, Kernobjekte und Nutzen von MDM zu verstehen.
- Nutzen Sie anschließend das Glossar, damit Begriffe und Rollen eindeutig sind.
- Arbeiten Sie anschließend Einrichtung und Stammdaten durch, um Relationen und Regeln zu verstehen.
- Nutzen Sie Prozesskatalog, Arbeitshilfen und FAQ für konkrete Arbeitsabläufe und wiederkehrende Fragen im Alltag.
Ergebnis
- Sie verstehen den fachlichen Zweck von MDM im Zusammenspiel von Quell- und Zielunternehmen.
- Die wichtigsten Steuerungsprinzipien, Kernobjekte und Arbeitslogiken der Lösung sind vor dem Einstieg in Detailthemen eingeordnet.
- Weitere MDM-Seiten bauen auf einem gemeinsamen Begriffs- und Navigationsrahmen auf.
Links