DSR und Verteilungsmatrix

Einführung in DSR-Filter, Verteilungsmatrix und deren Einsatz in MDM.

Zweck

Diese Seite richtet sich an fachlich verantwortliche Anwender, die Verteilungsentscheidungen in MDM steuern und kontrollieren. DSR ist in MDM die Bezeichnung für die gesteuerte Datensatzverteilung. Die Seite beschreibt, wie DSR-Filter und die Verteilungsmatrix zusammenarbeiten, damit Sie für freigegebene Datenbeziehungen nachvollziehbar festlegen und prüfen können, welche Datensätze in welche Zielunternehmen verteilt werden.

Fachlicher Nutzen

  • Macht Verteilungsentscheidungen pro Datenbeziehung und Zielunternehmen transparent und prüfbar.
  • Reduziert manuelle Nacharbeit, weil Sie fachliche Ausschlussregeln über DSR-Filter zentral pflegen können.
  • Unterstützt die gezielte Pflege abweichender Regeln je Zielunternehmen, ohne die gesamte Relation neu aufzubauen.
  • Hilft dabei, bestehende Datenbestände nach einer Filteränderung kontrolliert neu zu bewerten und mit Fachbereichen abzustimmen.

Inhaltlicher Fokus

DSR als Steuerung für die Datensatzverteilung

DSR ergänzt die Datenbeziehung um eine zusätzliche Entscheidungsebene für einzelne Datensätze. Wenn für eine Datenbeziehung die Datensatzverteilung ausgewählt ist und diese freigegeben wurde, bewertet MDM eingehende Datensätze gegen die hinterlegten DSR-Filter und setzt daraus die anfängliche Verteilungsentscheidung ab. Für fachlich verantwortliche Anwender ist das der zentrale Hebel, um zu bestimmen, welche Datensätze produktiv in Zielunternehmen ankommen sollen und welche bewusst ausgeschlossen bleiben.

DSR-Filter an der Relation pflegen

DSR-Filter werden immer im Kontext einer Tabelle innerhalb der Datenbeziehung gepflegt. Ein Filter kann für alle Zielunternehmen gelten oder gezielt auf ein bestimmtes Zielunternehmen eingeschränkt werden. Die fachlich lesbare Filterbeschreibung wird aus der technischen Filteransicht abgeleitet, damit Sie Entscheidungen auch später noch nachvollziehen, mit anderen fachlich verantwortlichen Anwendern abstimmen und bei Rückfragen sicher erklären können.

Verteilungsmatrix als Arbeits- und Prüfsicht

Die Verteilungsmatrix zeigt für eine Datenbeziehung, wie MDM die betroffenen Datensätze je Zielunternehmen bewertet. Damit sehen Sie nicht nur, ob ein Datensatz verteilt wird, sondern auch, aus welcher Entscheidungsquelle die aktuelle Bewertung stammt. Für fachlich verantwortliche Anwender ist die Matrix die zentrale Arbeits- und Prüfsicht, um automatische Entscheidungen, manuelle Eingriffe und fachliche Ausnahmen im Zusammenhang zu bewerten.

Bestehende Daten nach Filteränderungen aktualisieren

Wenn sich DSR-Filter ändern, können Sie die aktuelle Filterlogik auf bereits vorhandene Daten anwenden. Dabei entscheiden Sie, ob nur Standard- und automatisch gesetzte Entscheidungen neu bewertet werden oder ob auch manuelle Entscheidungen überschrieben werden dürfen. So lässt sich eine Filteranpassung kontrolliert in den laufenden Bestand übernehmen, ohne dass Sie alle betroffenen Datensätze einzeln nacharbeiten müssen.

Typische Einstiegspunkte in der Anwendung

Im Arbeitsalltag öffnen fachlich verantwortliche Anwender die Verteilungsmatrix meist über den zentralen Startbereich von MDM oder direkt aus einer Datenbeziehung. Von dort aus können Sie die zugehörigen DSR-Filter aufrufen, die Matrix aktualisieren und die Auswirkungen einer Änderung unmittelbar im Tabellenkontext prüfen. Das ist besonders hilfreich, wenn Fachbereiche neue Ausschlussregeln abstimmen oder bestehende Entscheidungen für einzelne Zielunternehmen nachgeschärft werden müssen.

Ergebnis

  • Sie verstehen, wie Sie DSR-Filter und Verteilungsmatrix gezielt für Verteilungsentscheidungen einsetzen.
  • Die Unterschiede zwischen globalen und zielunternehmensspezifischen DSR-Filtern sind aus Anwendersicht eingeordnet.
  • Die Auswirkungen von Filteränderungen auf bestehende Verteilungsentscheidungen sind für die operative Steuerung beschrieben.
  • Die Seite schafft die Grundlage für Detailprozesse rund um Pflege, Prüfung und Nachverteilung.