Einrichtung
Zweck
Auf dieser Seite richten Sie die Grundlagen für MDM ein. Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt, dass zuerst Unternehmen und Standardwerte festgelegt, danach Datenbeziehungen aufgebaut und erst anschließend Regeln sowie Prüfungen verlässlich genutzt werden.
Voraussetzungen
- MDM ist in der Umgebung installiert und die zuständigen Anwender arbeiten mit einem geeigneten MDM-Profil.
- Es ist fachlich geklärt, welche Unternehmen als Quell- und Zielunternehmen in MDM geführt werden sollen.
- Verantwortlichkeiten für Relationspflege, Freigabe und Nacharbeit sind zwischen Fachbereich und Administration abgestimmt.
Empfohlene Reihenfolge
- Wählen Sie die verwalteten Unternehmen aus und legen Sie den Standard-Quellkontext fest.
- Prüfen Sie in der zentralen MDM-Einrichtung Standardwerte wie Weiterleitungsregel, Hintergrundverarbeitung und aktive MDM-Version.
- Legen Sie erste MDM-Relationen für die relevanten Tabellen an und ordnen Sie Quell- und Zielunternehmen zu.
- Entscheiden Sie je Datenbeziehung, ob DSR für die gesteuerte Datensatzverteilung verwendet werden soll, und bereiten Sie dafür die fachliche Verteilungslogik vor.
- Ergänzen Sie Abhängigkeiten, Ausschlüsse, DSR-Filter und gegebenenfalls Substitutionen für fachliche Sonderregeln.
- Prüfen Sie die Relation, setzen Sie sie kontrolliert auf
Freigegebenund führen Sie erste Konsistenzprüfungen durch.
Einrichtungsbausteine
Unternehmen und Standardkontext festlegen
Die geführte MDM-Einrichtung beginnt mit der Auswahl der Unternehmen, die für MDM konfiguriert werden sollen. Legen Sie in diesem Schritt fest, welche Gesellschaften im Modul verwaltet werden und aus welchem Standard-Quellunternehmen neue Relationen typischerweise aufgebaut werden.
Sie befinden sich dabei in der geführten Einrichtung von MDM. Dort sehen Sie die Unternehmen, die für MDM berücksichtigt werden können. Ihre wichtigste Entscheidung in diesem Schritt ist, welche Unternehmen führend und welche empfangend arbeiten sollen. Als Ergebnis ist festgelegt, mit welchen Unternehmen Sie später in Datenbeziehungen und Prüfungen arbeiten.
Zentrale MDM-Einrichtung prüfen
Die zentrale Einrichtung enthält Kennzahlen und Standardwerte für den laufenden Betrieb. Besonders relevant für den Start sind das Standard-Quellunternehmen, die Standardregel für die Weiterleitung, die aktive MDM-Version sowie die Optionen für Aktualisierungen im Hintergrund.
Sie befinden sich hier in der zentralen MDM-Einrichtung. Dort sehen Sie Vorgabewerte, Zähler und allgemeine Steuerungsoptionen. Ihre Entscheidung in diesem Schritt ist, welche Vorgaben später für neue Datenbeziehungen gelten sollen. Als Ergebnis steht eine einheitliche Grundlage für die weitere Einrichtung zur Verfügung.
Erste Relation anlegen und statusgeführt bearbeiten
Für jede fachlich relevante Tabelle wird eine MDM-Relation angelegt. In der geführten Einrichtung wird dazu zunächst die Tabelle ausgewählt. Anschließend wird geprüft, ob bereits eine Datenbeziehung existiert und ob eine bestehende freigegebene Datenbeziehung vor Änderungen wieder in einen bearbeitbaren Zustand zurückgesetzt werden muss.
Sie sehen in diesem Schritt die ausgewählte Tabelle und den aktuellen Bearbeitungszustand der Datenbeziehung. Ihre Entscheidung ist, ob Sie eine neue Datenbeziehung anlegen oder eine bestehende kontrolliert weiterbearbeiten. Als Ergebnis ist klar, auf welcher Grundlage die spätere Datenübernahme arbeiten soll.
Routing und Verteilungslogik vorbereiten
Relationen arbeiten mit einer Regel für die Weiterleitung und einer Verteilungslogik für Datensätze. Prüfen Sie deshalb früh, welche Weiterleitungsregel als Standard verwendet werden soll und ob die gewählte Verteilung für den gewünschten Quell- und Zielkontext fachlich passt.
Sie befinden sich dabei noch immer im Einrichtungsablauf der Datenbeziehung. Sichtbar sind die wichtigsten Steuerungsfelder für die spätere Datenübernahme. Ihre Entscheidung ist, wie Daten grundsätzlich weitergegeben werden sollen. Als Ergebnis steht fest, nach welchem Grundmuster MDM Datensätze verarbeitet.
DSR für die Datensatzverteilung einplanen
Wenn Datensätze nicht pauschal in alle Zielunternehmen verteilt werden sollen, planen Sie DSR bereits beim Aufbau der Datenbeziehung ein. DSR-Filter und die Verteilungsmatrix bauen auf einer freigegebenen Datenbeziehung mit aktivierter Datensatzverteilung auf und sollten deshalb als Teil der fachlichen Einrichtungsentscheidung berücksichtigt werden.
Sie entscheiden in diesem Schritt, ob alle Datensätze gleich behandelt werden oder ob einzelne Datensätze später gezielt ausgeschlossen werden können. Sichtbar ist für Sie, ob die Datensatzverteilung für die Datenbeziehung aktiviert wird. Als Ergebnis schaffen Sie die Grundlage für spätere Feinsteuerung über DSR.
Regeln vor der Freigabe ergänzen
Bevor eine Datenbeziehung produktiv freigegeben wird, sollten die zugehörigen Regeln vollständig sein. Dazu zählen Abhängigkeiten zwischen Feldern, Ausschlüsse für bewusst nicht verarbeitete Inhalte, DSR-Filter für gesteuerte Datensatzentscheidungen sowie Ersetzungen für abgeleitete Zielwerte.
Sie sehen an dieser Stelle die fachlichen Bausteine der Datenbeziehung. Ihre Entscheidung ist, ob die Regeln bereits vollständig genug für den produktiven Einsatz sind oder ob noch etwas ergänzt werden muss. Als Ergebnis entsteht eine belastbare Grundlage für spätere Datenübernahme und Prüfung.
Process Hinweise zur Ersteinrichtung Diese Leitplanken helfen dabei, MDM stabil und nachvollziehbar aufzusetzen.
- Legen Sie Quell- und Zielunternehmen zuerst fachlich fest, bevor Sie Relationen für einzelne Tabellen anlegen.
- Ändern Sie freigegebene Relationen nur kontrolliert, indem Sie sie vor Anpassungen wieder in den Wartungsstatus zurücksetzen.
- Verwenden Sie eine einheitliche Weiterleitungsregel und einen klaren Standard-Quellkontext für neue Relationen.
- Ergänzen Sie Abhängigkeiten, Ausschlüsse, DSR-Filter und Substitutionen vor der finalen Freigabe, damit Folgeprüfungen und Verteilungsentscheidungen belastbar bleiben.
- Führen Sie nach der Ersteinrichtung eine erste Konsistenzprüfung durch, um offene Lücken früh zu erkennen.
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