FAQ
Häufige Fragen zu MDM aus Anwendersicht, inklusive Einordnung von Status, Prüfungen und Substitutionen.
FAQ Warum kann ich eine freigegebene Datenbeziehung nicht direkt bearbeiten? Freigegebene Datenbeziehungen sind bewusst geschützt, damit produktive Regeln nicht unkontrolliert geändert werden.
Freigegebene Datenbeziehungen bilden die produktive Regelbasis von MDM und sollen deshalb nicht unbemerkt verändert werden. Wenn eine Fachregel angepasst werden muss, wird die Datenbeziehung kontrolliert wieder in einen bearbeitbaren Status zurückgeführt und erst nach erneuter Prüfung wieder freigegeben. Weitere Einordnung finden Sie im Prozesskatalog.
FAQ Wann ist eine Freigabe ohne Aktualisierung fachlich sinnvoll? Diese Aktion ist nur für bewusst begrenzte Änderungen gedacht und nicht der Standardweg für Freigaben.
Eine Freigabe ohne Aktualisierung ist sinnvoll, wenn eine Datenbeziehung wieder freigegeben werden soll, ohne bereits geänderte Datensätze rückwirkend erneut in die Zielunternehmen zu verteilen. Das kann bei klar abgegrenzten Regelanpassungen vertretbar sein, sollte aber bewusst entschieden werden, weil offene fachliche Änderungen sonst im Zielkontext nicht nachgezogen werden.
FAQ Warum bleiben nach Änderungen an Ersetzungen noch Aufgaben offen? Ersetzungen ändern zunächst das Regelwerk; die tatsächliche Nachverarbeitung kann zusätzlich eine Aktualisierung erfordern.
Geänderte Ersetzungen wirken nicht automatisch auf bereits betroffene Datensätze zurück. Offene Einträge im Änderungsprotokoll und eine mögliche Aktualisierung zeigen, dass die fachliche Regel zwar angepasst wurde, die operative Nachverarbeitung aber noch aussteht. Die fachliche Einordnung dazu finden Sie auch in den Arbeitshilfen für den Arbeitsalltag.
FAQ Wann sollte ich DSR-Filter auf vorhandene Daten anwenden? Die Aktion ist sinnvoll, wenn geänderte DSR-Regeln nicht nur für neue, sondern auch für bereits vorhandene Datensätze gelten sollen.
Verwenden Sie diese Aktion, wenn eine geänderte DSR-Logik auch auf bereits vorhandene Datensätze übertragen werden soll. Besonders wichtig ist dabei die Entscheidung, ob nur Standard- und automatisch gesetzte Entscheidungen aktualisiert werden oder ob auch manuelle Entscheidungen überschrieben werden dürfen. Die fachliche Einordnung dazu finden Sie auf der Seite DSR und Verteilungsmatrix.
FAQ Was bedeuten Fehler in Konsistenzprüfungen? Prüffehler zeigen Abweichungen zwischen erwartetem und tatsächlichem Zielzustand, nicht automatisch einen technischen Defekt.
Ein Konsistenzfehler bedeutet zunächst, dass MDM im Zielkontext einen anderen Zustand gefunden hat als durch Datenbeziehung und Regelwerk erwartet. Die Ursache kann in fehlenden Datenbeziehungen, unvollständigen Regeln, bewussten fachlichen Abweichungen oder tatsächlich falschen Daten liegen. Deshalb sollten Prüfeinträge immer zusammen mit Datenbeziehung, Quell-/Zielunternehmen und dem konkreten Feldkontext bewertet werden.
FAQ Warum liefert die Vorschlagsfunktion für fehlende Datenbeziehungen nicht immer verwertbare Ergebnisse? Vorschläge hängen vom bestehenden Bestand an Datenbeziehungen und vom fachlichen Zusammenhang der Tabellen ab.
Die Vorschlagsfunktionen können nur Beziehungen ableiten, die aus dem aktuellen Tabellen- und Beziehungskontext sinnvoll erkennbar sind. Wenn die Grundrelationen zu schmal, unvollständig oder fachlich noch nicht sauber abgegrenzt sind, bleibt der Vorschlagsraum entsprechend begrenzt. Prüfen Sie deshalb zunächst den bestehenden Aufbau in Stammdaten und Relationspflege.
FAQ Wie grenze ich die Feldsicht auf wirklich relevante Informationen ein? Feldansichten helfen dabei, zwischen vollständiger Tabellenstruktur und aktiv genutzten Feldern zu unterscheiden.
Für die tägliche Bewertung ist meist nicht jede verfügbare Spalte relevant. Ansichten wie die Anzeige aktiver Felder oder aller Felder helfen dabei, entweder nur die tatsächlich genutzten Felder oder die vollständige Tabellenstruktur zu sehen. Das ist besonders hilfreich, wenn Prüfergebnisse oder Änderungen an Regeln fachlich eingeordnet werden müssen.