Systemvoraussetzungen und Administration
Zweck
Diese Seite ergänzt die allgemeine Einrichtung um die Grundvoraussetzungen und den administrativen Unterbau. Sie beschreibt, welche Lizenz- und Betriebsvoraussetzungen vorliegen müssen, wie mit Barcode-Bausteinen umzugehen ist und welche Administrationsfunktionen für Satzarten, Schlüssel und XML-basierten Import oder Export vorgesehen sind.
1. Systemvoraussetzungen sauber prüfen
Automotive kann nur dann stabil betrieben werden, wenn Produktlizenz, App-Stand und technische Zusatzbausteine zusammenpassen. Die Alt-Dokumentation unterscheidet dabei bewusst zwischen On-Prem- und Cloud-Szenarien.
| Thema | Was vorhanden sein muss | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Business Central und Modulfreigabe | passende BC-Basis und freigeschaltete Automotive-Module | Ohne diese Grundlage lassen sich Funktionen zwar teilweise sehen, aber nicht vollständig nutzen |
| Cloud-Betrieb | installierte App und aktivierte Modullizenzierung | Cloud-Projekte arbeiten nicht mit alten lokalen Installationsannahmen |
| On-Prem-Betrieb | zusätzlich lokale technische Komponenten nach Projektstand | Altprozesse wie lokale Schriftarten oder DLL-basierte Barcodes hängen daran |
| Barcode-Erzeugung | Service-Anbindung oder historisch lokale Barcode-Komponenten | Viele Automotive-Berichte und Etiketten setzen maschinenlesbare Barcodes voraus |
2. Barcode-Grundlagen richtig einordnen
Historisch nutzte Automotive auf On-Prem-Systemen installierte Barcode-Schriftarten wie Code39 und Code128. Für 2D-Barcodes wie PDF417 war zusätzlich ein weiteres Programm notwendig.
Für aktuelle Projekte ist wichtig:
- Barcode-Fonts sind ein Altkonzept aus lokalen Installationen.
- In modernen SaaS- und Universal-Code-Szenarien ist die Service-basierte Barcode-Erzeugung der relevante Weg.
- Auch wenn On-Prem historisch noch lokale Wege kennt, sollte die Projektplanung nicht mehr von lokaler Font-Logik allein ausgehen.
Merksatz: Die Frage ist heute nicht mehr nur, ob ein Font installiert ist, sondern ob Ihr gewählter Barcode-Weg zum Betriebsmodell und zur Produktversion passt.
3. Administration: Satzarten und Schlüssel
Unter Administration werden Funktionen gebündelt, die vor allem für die Systemgrundeinrichtung oder spätere Pflege von Grundtabellen relevant sind.
Satzarten
Satzarten beschreiben interne Kennungen, teilweise nach VDA. Sie sind wesentlich für Datenstrukturen und Datenübertragung zwischen Systemen.
Für Anwender und Key User gilt deshalb:
- Satzarten nicht frei ändern,
- keine lokale Umdeutung von VDA-nahen Strukturen vornehmen,
- Anpassungen nur mit klarem technischem und fachlichem Projektentscheid.
Schlüssel
Über die Schlüssel werden VDA-definierte Werte verwaltet. Bei der Ersteinrichtung ist die Basis meist bereits vorbelegt, später können zusätzliche Werte nötig werden, etwa für:
- weitere Währungen,
- zusätzliche Mengeneinheiten,
- Präferenzkennzeichen,
- projektspezifische Ergänzungen innerhalb des VDA-Rahmens.
Wenn Schlüssel ergänzt werden, sollte immer der offizielle Code aus der jeweiligen Norm verwendet werden. Freihändige Ersatzwerte erzeugen später Auswertungs- und Schnittstellenprobleme.
4. Import- und Exportfunktionen der Einrichtung
Die Administration bietet XML-basierte Datenstrukturen für Import und Export bestimmter Einrichtungsdaten.
| Funktion | Typischer Einsatz |
|---|---|
| Export/Import Automotive Basisdaten | Grundkonfiguration zwischen Umgebungen angleichen |
| Export/Import Automotive Zugriffsrechte | Berechtigungssätze und Benutzerprofile aus Test- oder Referenzsystemen übernehmen |
| Export/Import MDE Konfiguration | mobile oder scannerbezogene Grundeinstellungen übertragen |
| Export/Import MDE Beschriftungen | mobile Texte oder Beschriftungen synchronisieren |
Diese Funktionen sind besonders nützlich, wenn ein Testsystem bereits fachlich abgestimmt wurde und die Konfiguration kontrolliert in ein anderes System übertragen werden soll.
Kontrollschritte vor der eigentlichen Facheinrichtung
- Prüfen, ob Lizenzierung und App-Stand zum geplanten Betriebsmodell passen.
- Barcode-Konzept festlegen: historisch lokal oder modern servicebasiert.
- Satzarten unverändert lassen, sofern kein abgestimmter Projektgrund vorliegt.
- Schlüssel nur mit offiziellen VDA-Codes erweitern.
- Import- und Exportfunktionen zuerst in einer Testumgebung validieren.
Typische Fehlerbilder
| Situation | Mögliche Ursache | Prüfschritt |
|---|---|---|
| Funktionen sind sichtbar, aber nicht nutzbar | Modulfreigabe oder Lizenzierung ist unvollständig | Produkt- und Modulfreigaben prüfen |
| Barcode-Ausgabe wirkt uneinheitlich | altes Font-Konzept und neuer Serviceweg werden vermischt | Barcode-Betriebsmodell eindeutig festlegen |
| Schnittstellenwerte sind fachlich unplausibel | Schlüssel wurden lokal statt nach VDA ergänzt | Schlüsselwerte gegen Norm und Projektvorgabe prüfen |
| Berechtigungen verhalten sich anders als im Testsystem | Rechte oder Profile wurden nicht sauber übertragen | Import-/Export-Prozess für Zugriffsrechte kontrollieren |
Ergebnis
- Sie kennen die technischen und lizenzseitigen Mindestvoraussetzungen für Automotive.
- Sie können Satzarten, Schlüssel und Administrationsfunktionen sicher einordnen.
- Sie vermeiden typische Grundfehler, bevor Verkauf, Einkauf, EDI oder Barcode-Prozesse überhaupt starten.
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