Kosten- und Leistungsrechnung von CKL

Aufbau und Funktionen der Kosten- und Leistungsrechnung für Microsoft Dynamics BC.

Die folgende Abbildung zeigt den Aufbau der Kosten- und Leistungsrechnung für Microsoft Dynamics:

Aufbau der Kosten- und Leistungsrechnung Zum Vergrößern anklicken

Die Kosten- und Leistungsrechnung für Microsoft Dynamics BC gliedert sich in drei Module.

Kostenstellenrechnung

Im Kostenartenplan wird zusätzlich zwischen Primär- und Sekundärkostenarten unterschieden. Primärkosten sind die aufwandsgleichen Kosten, die aus der Finanzbuchhaltung übernommen werden können. Nach der Übernahme der Sachkonten aus der Finanzbuchhaltung enthält der Kostenartenplan üblicherweise nur Primärkostenarten. Die Sekundärkostenarten sind noch anzulegen. Sekundärkosten entstehen durch die Umlage von Kosten einer Kostenstelle an eine andere.

Die Funktionen im Überblick:

  • Trennung zwischen fixen und variablen Betragsanteilen
  • Hinterlegung von fixen Beträgen bzw. prozentualen Anteilen in der Kostenart
  • Verwaltung beliebig vieler Dimensionen/Reportingkennzeichen mit jeder Buchung
  • Optional automatische Übernahme der Kosten- und Leistungsbuchungen aus anderen Modulen
  • Bezugsgrößen zur Verwaltung von Leistungsbuchungen
  • Übernahme von flexiblen Leistungsarten mithilfe von Bezugsgrößen (wie Anzahl Mitarbeiter, Anzahl Angebote/Aufträge, Anzahl Anfragen/Bestellungen, Anzahl Lagerbewegungen, Anzahl Buchungen, Anzahl Rechnungen, Anzahl Kunden)
  • Hinterlegung der Verrechnungssätze bei der Bezugsgröße
  • Verwendung des Originalwertes der Leistungsherkunft Verrechnungssatz
  • Dynamische Verrechnungsätze aus Ist-Buchungen auf Kostenarten
  • Definition von Standardumlageschlüsseln, z.B. nach
    • dem Stufenleiterverfahren mit Verteilung nach Verhältnis, Leistung oder Bezugskostenart
    • Menge x Kostensatz mit Verrechnungssatz
    • dem Iterationsverfahren
    • dem Verhältnis der Budgetwerte
  • Wiederkehrende kalkulatorische Dauerbuchungen
  • Budgets der Kostenstellenrechnung mit Einbindung von Dimensionen
  • Mengenbudgets
  • Budgetaufbau mit fixer und variabler Betragstrennung
  • Budgetverknüpfung in die Finanzbuchhaltung (bidirektional)
  • Buchung von Budgetwerten als Istwerte
  • Budgetaufbau mit Hilfe von Planumlagen
  • Export und Importfunktion nach/von Excel
  • Verwaltung von Analyseansichten zur detaillierten Auswertung auf mehrdimensionaler Basis und zur Darstellung von Soll-Ist-Vergleichen
  • Verknüpfung von Analyseansichten mit Kontenschemata
  • Benutzerdefinierte Auswertungsmöglichkeiten der Kontenschemata
  • Detaillierte Auswertungen (z.B. Kostenartenblätter, BAB nach Kostenstellen/Perioden, Plan-Ist-Vergleiche)
  • Einfaches Löschen von Kostenartenbuchungen per Journal nach Falschbuchungen

Kostenträgerrechnung

In der Kostenstellenrechnung werden Kostenarten mit Kostenstellenkontierung gebucht. In der Kostenträgerrechnung hingegen erfolgt die Kontierung der Buchungen auf Kostenträgern mit Kostenträgerkonten. Ebenso wie in der Kostenstellenrechnung können die Sachkonten der Finanzbuchhaltung als Grundlage für den Kostenträgerkontenplan übernommen werden. Anders als im Kostenartenplan werden hier jedoch nicht die Konten, welche die aufwandsgleichen Kosten aufnehmen, benötigt, sondern die Konten, auf welche die Umsatzerlöse und die direkten Herstellungskosten fließen.

Die Funktionen im Überblick:

  • Beliebig viele Kostenträger
  • Trennung zwischen fixen und variablen Betragsanteilen
  • Optional automatische Übernahme der Kosten- und Leistungsbuchungen
  • Beliebige Deckungsbeitragsstufen
  • Leistungserfassung in Verbindung mit Bezugsgrößen und Verrechnung
    • erworbene Artikel (Menge), produzierte Artikel (Menge), verkaufte Artikel (Menge)
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung
  • Einrichtung beliebig vieler Zuschlagskalkulationsschemata
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung mit Originalwerten aus der Leistungsherkunft
  • Verrechnung Kostenträger an Kostenträger
  • Berechnung von Gemeinkostenzuschlägen zur Gutschrift an die Kostenstellen-rechnung
  • Aufbau von Kostenträgerbudgets mit fixen und variablen (mengenbezogenen) Budgets
  • Export und Import der Budgetdaten in Excel
  • Budgetverknüpfung in die Finanzbuchhaltung (bidirektional) auch aus der Warenwirtschaft (Artikelbudgets)
  • Errichtung beliebig vieler Analyseansichten für Ist- und Budgetdaten
  • Kalkulatorische Dauerbuchungen
  • Einfaches Löschen von Kostenträgerkontoposten per Journal nach Falschbuchungen

Kostenrechnung Analyse

Das Modul Kostenrechnung Analyse stellt außerdem Auswertungen zur Verfügung, die sowohl in der Kostenstellenrechnung als auch in der Kostenträgerrechnung für den Aufbau zusätzlicher Berichte verwendet werden können:

  • Kostenartenanalyseansicht
  • Kostenträgerkontenanalyseansicht

Das Modul Kostenrechnung Analyse ist nicht, wie die Kostenstellen und die Kostenträgerrechnung, durch einen separaten Menüpunkt implementiert, sondern vollständig in die beiden anderen Module integriert. Hier stehen Analyseansichten für detaillierte Auswertungen nach Dimensionen zur Verfügung. Die Berücksichtigung der Budgetwerte für nachstehende Soll-Ist-Vergleiche ist ebenso gegeben.

Kostenrechnung/FiBu - Budget

Die Budgetierung erfolgt auf Kostenartenbasis (Sachkonten) im Plan BAB innerhalb der Kostenrechnung auf Kostenstellen und Kostenträger. Budgetierung, d.h. innerhalb Kostenrechnung wird anschließend in das Fibu-Budget übertragen. Es wird pro Mandanten geplant. Die Planung wird im Stammdatenmandant konsolidiert.

Druck-Berichte Kosten- und Leistungsrechnung

Es werden bei Bedarf ausschließlich die Druck-Berichte im Standard von Microsoft Dynamics 365 Business Central verwendet.