Workflow-Einrichtung und Ereignislisten
Zweck
Diese Seite vertieft den Workflow-Bereich um die konkrete Einrichtung der Fehler- und Ereigniscodes sowie die tägliche Arbeit mit offenen Ereignismeldungen. Sie ergänzt die Überblicksseite um die operativen Schritte aus der Altdokumentation.
Einrichtung der Fehlercodes
Fehlercodes bilden die fachlichen Situationen ab, die vom System erkannt werden. Anwender können diese Codes nicht frei umdefinieren, aber sie können bewerten, welche Meldungen im Workflow ignorierbar sein sollen.
Die typische Vorgehensweise ist:
- Fehlercodes öffnen.
- Pro Code fachlich entscheiden, ob die Meldung ignorierbar ist.
- Das Kennzeichen für ignorierbare Fälle nur dort aktivieren, wo wirklich keine operative Reaktion erforderlich ist.
Zu viele ignorierbare Fehler schwächen die Kontrolle. Zu wenige erzeugen eine Warnungsflut, in der echte Problemfälle untergehen.
Ereigniscodes korrekt zuordnen
Ereigniscodes definieren, welches eingetretene Ereignis innerhalb des Systems überwacht wird und wie daraus eine zustellbare Meldung entsteht. Erst durch die Zuordnung zu Benutzer oder Verantwortungskontext wird aus einem technischen Ereignis ein bearbeitbarer Workflow-Fall.
Prüfen Sie bei der Pflege immer:
- ist der Ereigniscode fachlich eindeutig beschrieben?
- ist klar, wer bei Eintritt reagieren soll?
- passt die technische Funktionszuordnung tatsächlich zum erwarteten Prozess?
Der häufigste Fehler in Projekten ist nicht ein fehlender Code, sondern eine unklare Verantwortlichkeit. Dann werden Meldungen zwar erzeugt, aber nicht wirksam abgearbeitet.
Offene Ereignismeldungen täglich nutzen
Sobald der Workflow Ereignisse erzeugt, stehen diese benutzerbezogen zur Verfügung. Die Meldungen können im Rollencenter als Kachel oder direkt als Liste geöffnet werden.
Für die tägliche Arbeit ist vor allem wichtig:
- nach offenen, erledigten oder allen Meldungen filtern
- Mitarbeiter- und Teambezug prüfen
- Anzahl offener Fälle sichtbar halten
- direkt aus der Meldung in den verknüpften Vorgang springen
Eine gute Routine ist, offene Meldungen mindestens einmal pro Tag fachlich zu sichten und nicht nur technisch auf erledigt zu setzen.
Empfohlene Bearbeitungslogik
- Neue offene Meldungen nach Relevanz und Prozessbereich filtern.
- Betroffenen Vorgang über Link oder Prozessbezug öffnen.
- Fachlichen Fehler beheben oder bewusst als tolerierbar einstufen.
- Erst danach den Erledigt-Status setzen.
- Wiederkehrende Fälle auf Einrichtung, Stammdaten oder Benutzerverantwortung zurückführen.
Wann die Einrichtung nachgeschärft werden sollte
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| sehr viele unwichtige Meldungen | Fehlercodes sind zu streng oder nicht als ignorierbar markiert |
| kritische Fälle bleiben unbearbeitet | Verantwortlichkeit ist nicht klar zugeordnet |
| dieselbe Meldung tritt laufend wieder auf | eigentliche Stammdaten- oder Prozessursache wurde nicht behoben |
| Benutzer kennen die Kachel, aber nicht die Liste | Tagesroutine für Ereignismonitoring fehlt |
Typische Fehlerbilder
| Situation | Mögliche Ursache | Prüfschritt |
|---|---|---|
| Benutzer bekommen unnötig viele Meldungen | Fehlercodes wurden nicht fachlich klassifiziert | Fehlercodes und Ignorierbarkeit prüfen |
| Relevante Meldungen verschwinden im Alltag | Liste offener Ereignisse wird nicht regelmäßig bearbeitet | Rollencenter und Listenroutine etablieren |
| Meldung ist da, aber niemand reagiert | Ereigniscode ist ohne klare Zuständigkeit eingerichtet | Benutzer- und Teambezug prüfen |
| Meldung wird nur geschlossen, nicht gelöst | zugrunde liegender Vorgang wird nicht geöffnet | direkt in den verknüpften Vorgang drilldownen |
Links